9 Tipps, wie ihr günstig an Woll- und Leinenstoffe kommt

Das ist alles so teuer!

Im letzten Blogpost habe ich euch ja schon erzählt, welche Stoffe ich für die Mittelaltergewandung empfehle. Alles schön und gut, doch wenn man mal auf die Preise schaut merkt man, dass meine verhasste Baumwolle doch um einiges günstiger ist, als Leinen- oder gar Wollstoffe. So ein Mist. Und da das ganze Hobby sowieso schon teuer genug ist, macht das Ganze noch viel weniger Spaß. Aber hey, ich bin auch dauernd pleite und habe im Laufe der Zeit ein wenig geschaut, wie man das ganze so gestalten kann, dass es halbwegs bezahlbar bleibt! Mittelalter Stoffe günstig kaufen geht, man braucht nur ein wenig Geduld und das Wissen, wo man was am besten herbekommt.

Deswegen möchte ich mein gesammeltes Wissen mit euch teilen. Vorher solltet ihr natürlich schauen, inwiefern sich die Tipps für euch Umsetzen lassen. Sprich: Was ist euer darstellerischer Anspruch? Kann man Abzüge in der Qualität machen? Muss die Farbe exakt diese sein? Nähe ich viel? Oder benötige ich nur wenige Meter Stoff? Sowas alles solltet ihr euch vorher fragen und dann entscheiden, welche der nachfolgenden Dinge für euch richtig sind.

Hmm.. Noch irgendeine Warnung? Ich denke nicht. Also legen wir los 🙂

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Welche Stoffe eignen sich für Gewandungen?

Leinen, Seide… oder doch Baumwolle?

 

Was ist die größte Lüge des Mittelalter-Hobbyisten? Genau. „Das mach‘ ich im Winter“. Haha. Wer’s glaubt. Das musste ich mir jetzt leider auch wieder eingestehen. Wir haben Ende März (Nein Möhrchen, noch haben wir Ende Februar) und ich habe noch kein einziges Gewandungsteil fertig. KEIN. EINZIGES. Und woran liegt das? (Außer, dass der Winter gefühlt immer zu kurz ist). An meiner Unfähigkeit, mich für den passenden Stoff zu entscheiden. Denn es kann ja nicht irgendein Stoff sein – Nein, es muss ein „Mittelalter Stoff“ sein. Hach, ich liebe diese Bezeichnung.

Jetzt aber mal zum eigentlichen Thema. Das Mittelalterhobby hat gewisse ungeschriebene Richtlinien in Sachen Gewandung. Auch wenn man nicht unbedingt eine historische Darstellung anstrebt, ist es doch irgendwie gang und gäbe, dass man zumindest halbwegs authentische Materialien für seine Klamotten nutzt. Andernfalls wird man teilweise seltsam beäugt und in eine Schublade gesteckt, die irgendwo zwischen „unwissender Anfänger“ und „ignoranter GroMi“ liegt. Und das will man sich ja nun wirklich nicht antun, oder?

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Gewandung verzieren – Borten

Mittelalterliche Kleidung verzieren – aber wie?

Vielleicht kennt ihr es ja: Man ist gerade mit dem neusten Kleidungsstück für die kommende Lager- /Consaison fertig geworden. Man ist zufrieden, es passt und sitzt gut – aber irgendetwas fehlt. Oder man findet einen uralten Mantel im Schrank, das letzte Mal im Sommer vor 5 Jahren getragen. Auch irgendwie noch gut, aber nichts Besonderes. Ein paar hübsche Verzierungen müssen her – und zwar schnell.

Ich finde, Verzierungen geben der Gewandung erst das gewisse Etwas. Persönlichkeit. Einzigartigkeit. Leider gehen einem dafür auch mal schnell die Ideen aus. Aus diesem Grund will ich hier eine neue Serie starten, die sich ausschließlich mit dem „Aufhübschen“ eurer Lagerklamotte beschäftigt. Und woran denke ich zuerst, wenn es ums Aufhübschen geht? Genau, BORTEN.

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Pflanzenfärben für Einsteiger

Pflanzenfärben: Tolle Sache oder Zeitverschwendung?

Ich habe mir mal geschworen, dass ich nie im Leben anfange, meine Klamotten mit Pflanzen zu färben. Zu groß erschien mir der Aufwand, zu teuer die Materialien. Normalerweise färbe ich Stoffe und Garne mit Simplicol, vor etwa einem halben Jahr habe ich dann mit Säurefarben angefangen. Das macht alles super viel Spaß, war mir auf Dauer dann aber doch zu eintönig. Wie das dann so ist: Man sieht auf Pinterest Beiträge über Pflanzengefärbtes und die Neugier war dann doch da. Im Reenactment sind natürlich gefärbte Stoffe eh Pflicht, also warum nicht mal ausprobieren? Falls ich doch mal wieder ins Living History zurückkehre 🙂

Und so bestellte sich das Möhrchen Alaun und wart nie mehr gesehen…

Naja, oder so ähnlich. Zumindest habe ich in den letzten 3 Monaten mehr Zeit in meinem Garten verbracht, als in meinem ganzen Leben. Es ist einfach unglaublich toll mit Pflanzen zu färben! Man geht in die Natur, sammelt Blätter und Zweige und am Ende kommt meist etwas total Schönes raus.

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Stabweben – So funktioniert’s

Von flauschigen Decken und bunten Teppichen

In meinem letzten Post habe ich euch ja bereits gezeigt, wie ihr euren eigenen Stabwebrahmen bauen könnt. Nun soll es endlich darum gehen, wie ihr ihn benutzt. Doch vorher möchte ich euch noch ein wenig über die Funktionsweise erzählen.

Ein Webstück besteht ja bekanntlicherweise immer aus Kett- und Schussfäden. Bei einem „normalen“ Webrahmen spannt man zunächst die Kettfäden und führt die Schussfäden durch diese durch. Beim Stabweben ist dies ein bisschen anders. Hier werden die Kettfäden, also die Stränge, die alles „verketten“, mithilfe der Stäbchen durchgezogen. Die Stangen funktionieren im Prinzip wie große Nadeln. Dadurch entsteht ein relativ dickes, aber je nach Garnart auch flauschiges Gewebe. Stabweben ist also nicht unbedingt für Bekleidungsstoffe geeignet, eher für Decken, Teppiche oder Sitzauflagen. Aber auch Schals, Handstulpen oder Taschen kann man aus dem Gewebten herstellen. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

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